September 14, 2021 Blick in die Branche: Was gibt's Neues in der Endodontie?

Die Dentalbranche ist bekannt für ihren Innovationsgeist, die Hersteller zahnmedizinischer Geräte und Produkte arbeiten stetig an innovativen Lösungen. Wir haben bei Komet Dental nachgefragt, welche Instrumente im Bereich Endodontie deinem Praxisteam und dir den Alltag erleichtern können.

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Dennis Lutterjohann, Sparten Verkaufsleiter Endo & Neue Märkte, verrät im Interview, warum Endodontie bei Komet Dental ein großes Thema ist und was das Unternehmen tut, damit auch du die Endo künftig lieben wirst!

 

 

Komet Dental ist bekannt für rotierende Instrumente; das Endodontie-Sortiment von Komet deckt den gesamten Bedarf von Zahnärzt:innen ab. Wieso haben Sie sich auf diesen Fachbereich spezialisiert? 

Der Fachbereich der Endodontie ist für uns ein wichtiges strategisches Produktfeld, in dem wir weiter wachsen möchten. Viele Kund:innen kennen uns insbesondere im Bereich der rotierenden Instrumente, doch auch im Bereich der Endodontie bieten wir bereits seit vielen Jahren Produkte an, die State of the Art sind. 

Seit der Einführung unseres ersten maschinellen Feilensystems im Jahr 2003 haben wir unser Sortiment kontinuierlich und systematisch ausgebaut – von der Präparation der Zugangskavität und das sichere Auffinden der Wurzelkanäle über manuelle und maschinelle Wurzelkanalaufbereitung bis hin zur Obturation mithilfe von biokeramischen Sealern oder thermoplastischen Methoden; bei uns findet sich für nahezu jede klinische Situation eine Lösung. 


Was macht den Bereich für Sie so spannend? 

Gerade in der Endodontie herrscht ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Kund:innen und Industrie. Genau dieses können wir nur gewinnen, wenn wir den Zahnärzt:innen Produkte an die Hand geben, auf die sie sich zu 100 % verlassen können.

Sowohl die beste Qualität ist hier ein zentraler Aspekt, ebenso aber auch zur Seite zu stehen und persönlich zu begleiten. Denn nicht jede:r macht die Endodontie gerne oder fühlt sich zu 100 % sicher. Daher haben wir neben dem klassischen Außendienst ein eigenes Team von Endofachberater:innen aufgebaut, die eine kompetente Fachberatung und umfassende Einweisung in unsere Produkte sicherstellen. 

 

Wir bieten Zahnärzt:innen eine umfangreiche Fachberatung für die Endodontie an und unterstützen sie mit innovativen, hochwertigen Instrumenten.
Dennis Lutterjohann, Komet Dental

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Was genau steckt hinter Ihrem Konzept "Endoneering"?

Komet Dental hat ein breites Portfolio auf dem Gebiet der Endodontie. Egal ob Endo-Einsteiger, Fortgeschritten oder Spezialist – unser Anspruch ist, alles zu bieten, was den Zahnärzt:innen eine sichere, effiziente und unkomplizierte Endodontie-Behandlung auf höchstem Niveau ermöglicht. Dieses Prinzip nennen wir „Endoneering“. 

Dieser Begriff steht also für Präzision, Einfachheit, Qualität und natürlich unseren unübertroffenen Service. 

Welche Entwicklungen im Bereich der Endodontologie erwarten Sie in den nächsten Jahren?

Technologische Veränderungen bzw. Weiterentwicklungen von Instrumenten werden den endodontischen Behandlungsablauf in den kommenden Jahren verändern und dazu führen, dass die Endo noch sicherer, einfacher und vorhersagbarer wird. 


Und wie werden Sie bei Komet Dental dazu beitragen?

Unser Ansporn ist, Zahnärzt:innen bestmöglich zu unterstützen, und dafür ist Innovation unabdinglich. Darum haben wir ein eigenes Innovation-Management-Team, das sich täglich mit neuen Ansätzen in den verschiedensten Produktbereichen beschäftigt und diese bis zur möglichen Produktreife vorantreibt. 

Gemeinsam mit Universitäten und Praktikern und in Verbindung mit unseren Technologiekompetenzen entwickeln wir somit zukunftsweisende Behandlungsmethoden und -abläufe. Und so werden unsere Produkte, Informationen und digitalen Lösungen weiterhin dazu beitragen, den Erfolg der Behandlung sicherzustellen und den Zahnärzt:innen wirtschaftlichen Erfolg zu ermöglichen.

 

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Mit Procodile Q haben Sie ein spannendes neues Produkt entwickelt.
Sie sagen, dass Zahnärzt:innen die Endo damit lieben würden – was macht das Gerät so besonders? 

Procodile Q ist eine Evolution der Endodontie-Instrumente. Sie ist die erste wärmebehandelte reziprokierende Feile mit variabel getapertem Feilenkern. Dies sorgt für eine hervorragende Flexibilität und einen enorm effektiven Abtrag. 

Durch die Wärmebehandlung ist die Feile vorbiegbar und gleichzeitig haben wir die Flexibilität und Sicherheit erhöht. Die Aufbereitung erfolgt mit einem konstanten Taper, was eine homogene Obturation ermöglicht. Durch den variabel getaperten Feilenkern – der Durchmesser des Kerns zum Schaft nimmt ab – ist die Feile zugleich aber noch hungriger und anpassungsfähiger. 

Außerdem ist der Spanraum vergrößert, wodurch der Abtransport von Debris noch effizienter wird. 

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Endodontie leicht gemacht: mit Procodile Q von Komet Dental. Quelle: Komet Dental


Zum Abschluss: Welche Top-3 Instrumente für die Endo-Behandlung empfehlen Sie angehenden Zahnärzt:innen? 

Nur wer koronal die korrekten Voraussetzungen schafft, kann in der Tiefe lege artis arbeiten. Bei Schaffung der primären Zugangskavität müssen nicht nur das Pulpakammerdach, sondern auch die Dentinüberhänge abgetragen werden. Dafür braucht es Spezialinstrumente, die einen geradlinigen Zugang schaffen, sodass die Feilen schließlich ohne koronale Interferenzen nach unten geführt werden können. 

Gleich nach der Eröffnung der Pulpakammer empfehle ich daher den EndoGuard. Seine glatte Spitze schützt den Pulpakammerboden und vermeidet den exzessiven Abtrag von Zahnhartsubstanz. 

Besonders kalzifizierte Kanäle, Sekundärkaries oder Reste von Kunststoffaufbauten bei einer Revision können die Zahnärzt:innen aber vor eine große Aufgabe stellen. In solchen Fällen empfehle ich den EndoTracer, einen besonders langen Rosenbohrer (31 und 34 mm) mit schlankem Hals, also ideal für die filigrane Ausgestaltung von Isthmen und Kanaleingängen. 

Bei unserem maschinellen Feilensystem empfehle ich reziprokierenden Anwender:innen das bereits erwähnte System Procodile Q und für rotierende Anwender unser F360-System. Durch Taper.04 verleiht es den Feilen eine große Flexibilität und so können auch gekrümmte Kanäle substanzschonend aufbereitet werden. 

Als Antrieb unserer Feilensysteme würde der EndoPilot ins Spiel kommen. Bereits in den Motor sind schöne Sicherheitsclous eingebaut. LED-Leuchten am Handstück zeigen die Drehmomentgrenze an. Ist das Drehmoment erreicht, verhindert die Twist-Funktion das Blockieren der Feile. Bei Apexannäherung wird das Drehmoment außerdem automatisch reduziert. Und sobald der Apex erreicht ist, stoppt er kurzzeitig und läuft vorsichtig im Rechtslauf wieder an. 
Die Sicherheit setzt sich auch bei der Längenmessung fort, die dank des Impulsmessverfahrens in Echtzeit passiert. So ist die Feilenposition jederzeit unter Kontrolle, denn das Winkelstück leitet das Signal des Apexlocators direkt auf die Feile.

 

Meine Empfehlung für die primäre Zugangskavität: der EndoGuard. Mit ihm schützen Zahnärzt:innen den Pulpakammerboden und vermeiden den exzessiven Abtrag von Zahnhartsubstanz.
Dennis Lutterjohann, Komet Dental

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Wenn ich noch ein weiteres Produkt nennen darf, würde ich noch gerne auf die Obturation eingehen. Hier haben wir mit CeraSeal einen biokeramischen Sealer auf Calcium-Silikat-Basis im Portfolio. 

In Verbindung mit der Einstift-Technik bietet dieses Duo aufwendigeren Obturationsmethoden die Stirn. CeraSeal ist biokompatibel und durch seine hervorragende Röntgenopazität gut sichtbar. Des Weiteren erzielt CeraSeal im Abbindevorgang einen hohen pH-Wert von 12,7, der über mehrere Tage anhält und damit über einen langen Zeitraum bakterizid wirkt. Ein weiterer Aspekt ist die geringe Technik-Anfälligkeit und damit die Reduktion von Drop-Outs. CeraSeal ist hydrophil und damit ist das Ergebnis unabhängiger von der umgebenden Feuchtigkeit und zudem durch seine Konsistenz leicht zu verarbeiten. 

 


Zu Komet Dental: 

Komet Dental entstand 1923 als Marke für die Zahnbohrerfabrik, die Peter Brasseler und seine Brüder im selben Jahr in Düsseldorf gründeten. Seit 1985 erfolgt die Entwicklung und Produktion am heutigen Unternehmensstandort Lemgo.

Durch den Ausbau des Produktportfolios und seine fortwährende Nähe zum Kunden ist das Familienunternehmen in dritter Generation heute ein international agierendes Unternehmen mit weltweit mehr als 1.200 Mitarbeitern, das seine Produkte erfolgreich in mehr als 110 Ländern vertreibt. 

Mit passenden Spezialinstrumenten und Systemen für die verschiedensten Anwendungsbereiche von der Parodontologie über die Endodontie bis hin zur implantologischen Prothetik setzt das Unternehmen immer wieder neue Standards für den Markt.

 

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Wir bedanken uns bei Herrn Lutterjohann für das aufschlussreiche Interview!

Du bist neugierig auf die Instrumente von Komet geworden? Diese findest du natürlich auch in unserer Bestellplattform auf wawibox.de!

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