Mai 30, 2022 Tipps für dein erfolgreiches Praxismarketing mit Webseite & Social Media

Erfolgreiche Vermarktung erscheint oft leichter als sie eigentlich ist. Deshalb geben wir dir im heutigen Blogbeitrag Tipps an die Hand, mit denen du deine Außendarstellung durch eine Webseite, Social Media und externe Kommunikation optimieren kannst.

Deine Praxis ist modern, super ausgestattet und es fehlt ihr an (fast) nichts. Das einzige Problem: Du kannst es nicht so richtig nach außen kommunizieren. Dabei liegen die Vorteile von erfolgreichem Praxismarketing klar auf der Hand, wie z. B. bessere Reichweite, optimierter Ruf, mehr Patient:innen und auch mehr Bewerber:innen.

Inhalt

I Strategie erarbeiten
II Vertrauen schaffen
III Professionell im Netz auftreten
IV Best Practices: Tolle Praxis-Accounts

Los geht's!

Strategie, Strategie, Strategie

An erster Stelle – noch vor weiteren Handlungen – steht die Entwicklung einer Strategie.
Unabhängig davon, wie motiviert du bist und wie viele Ideen für Marketingaktivitäten dir bereits vorschweben – eine Strategie ist unabdingbar. Das mag zuerst ungewohnt erscheinen, ist jedoch der Schlüssel zu erfolgreicher Werbung.

Social Media Zahnarztpraxen

Auch bei Wawibox geht es nicht ohne Strategie und Planung | Quelle: Wawibox


Um deine individuelle Strategie zu erschließen, stelle dir folgende Fragen: 

Was ist der Status Quo?

Um etwas verbessern zu können, ist es zunächst wichtig, dass du den Ist-Zustand kennst. So kannst du bei Veränderungen besser bewerten, ob diese hilfreich waren. Relevante Kennzahlen könnten beispielsweise die Besucherzahlen auf deiner Webseite und Social Media Kanälen sein; schau dir auch von Zeit zu Zeit möglichst wertfrei die Gestaltung deiner Webseite an:

Ist das Menü übersichtlich?
Findet sich jemand, der deine Praxis noch nicht kennt, direkt zurecht?
Erweckt dein Internetauftritt einen positiven, vertrauenerweckenden Eindruck?
Stellst du dein Team vor?
Sind Bilder von den Praxisräumen zu sehen?

Tipp: Erstelle einen Google Analytics Account (kostenlos), um einen Überblick über die Anzahl der Nutzer auf deiner Website zu haben und auch hier Veränderungen in den Zahlen erfassen zu können. Keine Sorge: bei der Einrichtung wirst du von Google durch alle Funktionen geführt.

Was sind meine Ziele und was möchte ich erreichen? 

Wir sind meist motivierter und produktiver, wenn wir auf etwas Bestimmtes hinarbeiten können. Hierbei wichtig: Setze dir zuerst große Ziele (z. B. Patient:innen gewinnen) und überlege anschließend, wie du diese herunterbrichst (z. B. zwei neue Patient:innen pro Monat mehr, 100 Besucher auf der Webseite o. Ä.). So kannst du zwischenzeitlich von kleineren, aber dennoch erfreulichen Erfolgserlebnissen profitieren. 

Wie kann ich diese Ziele erreichen?

Um die Antwort auf diese Frage zu finden, braucht es einiges mehr an Überlegungen. Unter anderem findet sich hierunter die Definition deiner Zielgruppen, des Corporate Designs und der Corporate Identity. Solltest du merken, dass du dir an dieser Sache wortwörtlich die Zähne ausbeißt, kannst du auch eine Agentur beauftragen und eine individuelle Strategie entwickeln lassen.

Social Media Zahnarztpraxen Marketing

Wer seine Ziele definiert hat, kann deren Erreichung auch gebührend feiern | Quelle: Wawibox

Vertrauen schaffen

Sobald die Strategie steht, geht es an den nächsten, gleichermaßen wichtigen Schritt, Vertrauen zu schaffen. Zeige den Besucher:innen, wieso sie ausgerechnet zu dir kommen sollten und was sie in deiner Praxis erwartet. 

Am besten funktioniert das natürlich mit zufriedenen Patient:innen. Diese entwickeln sich meistens nicht nur zu Stammkunden, sondern bewerten deine Praxis im Idealfall auch noch auf Google und Co. Viele potenzielle Patient:innen suchen bekanntermaßen vor der Entscheidung für einen Arzt oder eine Ärztin nach Bewertungen. Je mehr positive Bewertungen du dann vorweisen kannst, desto besser. Denn auf diese Weise etablierst du Vertrauen und stärkst deinen Ruf – und den deiner Praxis gleich mit. 

Frage deine Patient:innen beim nächsten Termin doch einmal unaufdringlich, ob sie dich in einer freien Minute bewerten würden. Dabei hast du nichts zu verlieren, denn entweder sagen sie „nein“, oder du bist einige Tage später um eine positive Bewertung reicher.

Auch die sogenannte Offpage-Optimierung ist ein wichtiges Instrument in der Praxiswerbung. Dabei baust du im Internet Referenzen auf, indem andere Webseiten zu deiner Praxis verlinken. Je mehr dieser sogenannten "Backlinks" auf deine Seite verweisen, desto größer wird dein Expertenstatus. 

 

Professioneller Internetauftritt

Wer nicht im Internet präsent ist, existiert nicht. Es mag drastisch klingen, ist aber gerade in heutigen Zeiten wahrer denn je. Angefangen bei den bereits erwähnten Google-Bewertungen über Social-Media-Auftritte bis hin zu einer informativen Website: Ein Großteil deiner Patient:innen hält sich im World Wide Web auf. Zeit, sie mithilfe der folgenden Tipps richtig abzuholen:

Webseite-Pflege: Achte darauf, dass deine Website übersichtlich, modern und vor allem aktuell ist. Veraltete Öffnungszeiten sind genauso ein No-Go wie die seit Monaten aufploppende Meldung „Diese Seite ist gerade in Bearbeitung“. Investiere daher ausreichend Zeit in den Aufbau deiner Seite und stelle sicher, dass sie folgende Informationen beinhaltet: 

- Adresse, Telefonnummer, Sprechzeiten, Parkmöglichkeiten.
- Vertrauenerweckende „Über uns“-Rubrik mit Fotos des Teams und Informationen darüber, wer über welche Expertise, Fortbildung etc. verfügt.
- Rubrik mit Fachbeiträgen, die deine Expertise verdeutlichen.
- Fotos der Praxis: Viele potenzielle Patient:innen fühlen sich wohler, wenn sie im Voraus wissen, worauf „sie sich einlassen“.

Stelle sicher, dass du auf gängigen Arzt-Portalen (wie z. B. Jameda) vertreten bist. Auch hier gilt: je mehr (positive!) Bewertungen, desto besser.

Investiere in SEO- und SEA-Maßnahmen. Der Großteil deiner Patient:innen wird über Google nach Ärzt:innen suchen. Sorge also dafür, dass du in den Suchergebnissen auftauchst und einen guten Eindruck hinterlässt, indem du entweder deine Webseite für die Suchmaschine optimierst (SEO) oder Suchanzeigen schaltest (SEA). Auf diese Weise wirst du über Google schneller gefunden und erhöhst deine Sichtbarkeit im Internet.

Social Media: Wie wäre es mit einem Instagram- oder LinkedIn-Account? Die Zeit, die du in diese Profile investierst, zahlt sich aus. Zeige Einblicke in den Praxisalltag oder stelle das Team vor – deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Achtung: Regelmäßigkeit! Poste lieber konsequent einmal im Monat anstatt dreimal die Woche und dann wochenlang gar nicht. Letzteres kann als unprofessionell und inkonsistent wahrgenommen werden. 

Social Media Zahnarztpraxen Marketing

Social Media Profile bieten Raum für Kreativität, Patienteninformation und -bindung | Quelle: Wawibox

 

Beispiele für erfolgreiches Praxismarketing

Ein eigenes Social Media Profil zu bespielen, ist zeitintensiv. Dies sollte dich aber nicht davon abhalten, ein eigenes Praxis-Profil zu erstellen. Wichtig ist, deinem Account ein „Gesicht“ zu geben. Dabei kannst du generell überlegen, ob du selbst das Gesicht des Accounts sein möchtest oder aber dein gesamtes Team. Erfolgreich können beide Strategien sein, wie dir unsere Auswahl zeigen wird. 

Social Zahnärzt:innen Heroes


Zahnärztin Dr. Petra Volz von [fotzn´spanglerei] | ZAHNARZT >>

Der Mix macht es: Sie gibt nicht nur Einblicke in ihren Praxisalltag, sondern teilt auch viel Persönliches, z. B. ihren Werdegang, Herausforderungen, Motivatoren etc. Außerdem sucht sie regelmäßig den Austausch mit Kolleg:innen und ihrer Community auf der Plattform. Sehr erfolgreich, mit knapp 9.000 Follower:innen!

Zahnärztin Judy Grieger von Zahnarztpraxis Judith Grieger >>

Dentale Wortspiele sind ihre Superpower und Zähne ihre Leidenschaft. Nicht nur die ihrer Patient:innen, sondern auch in Form von Schlüsselanhängern, Taschen & Co. Auf ihrem IG Account gibt es sowohl Beiträge aus dem Praxisalltag, als auch zu ihrem 2. Standbein und Familienleben.

Zahnärztin Dr. Lilly Qualen >>

Selbstständige Zahnärztin und Mutter eines Sohnes: Auf ihrem Profil teilt sie ihr Leben zwischen Praxis und Familie. Sie teilt Team-Momente mit ihrer Community, Fortbildungsteilnahmen und wichtige Infos rund um die Praxis wie z. B. Notdienst am Wochenende.

 

Dreamteam makes the Dream work

Die folgenden Profile werden hauptsächlich von den Praxismitarbeiter:innen mit Content gefüllt und zeigen, wie erfolgreich ein Profil sein kann, wenn die Mitarbeiter:innen das Gesicht des Accounts sind.

Implantologie in Beeskow Dr. Schubert >>

Dieses Profil lebt vor allen Dingen von den witzigen Reels, die das Team regelmäßig dreht. Außerdem wird auf besondere Leistungen bzw. Benefits der Praxis aufmerksam gemacht, z. B. die Möglichkeit der Online-Buchung eines Termins. Gut funktionieren auch sog. Vorher-Nachher-Beiträge, die die Arbeit an Patient:innen vor und nach abgeschlossener Behandlung zeigen.

Praxisaccount der Münster Zahnarztpraxisrelax dent“ von Dr. Röling & Partner >>

Hier ist vor allem das Team bei der Arbeit zu sehen, oft mit humorvollen Formaten, um bspw. die langen Öffnungszeiten zu „bewerben“ oder auch mal den Praxisalltag auf die Schippe zu nehmen.

Social Media Zahnarztpraxen Marketing

Auch Auszeichnungen oder Mitarbeiterzufriedenheit findet auf deinem Social Media Profil einen Platz. So sprichst du noch eine zweite wichtige Zielgruppe an: Bewerber:innen | Quelle: Wawibox

 

Ganz wichtig: Heilmittelgesetz

Zurück zu den ersten Dingen des Lebens: Werbung für (Zahn)Ärzt:innen unterliegt dem Arztwerberecht. Achte daher genau darauf, was du wie bewirbst. Verstöße können schlimmstenfalls mit einem Entzug der Approbation bestraft werden. Unsachliche oder irreführende Werbung ist beispielsweise verboten, Aufklärung über die eigenen Leistungen hingegen nicht. Lege auch Wert darauf, nicht allzu blumige Versprechen zu machen („Ihre Gesundheit ist das Wichtigste für uns“). Auch anpreisende („Kommen Sie zu uns, Ihrem Top-Arzt!“) oder vergleichende Werbung („eine der führenden Praxen im deutschsprachigen Raum“) sind kritisch. 


Fazit

Du siehst: Erfolgreiches Praxismarketing sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Aber hast du erst einmal die Grundpfeiler gelegt, steht deiner optimierten Außendarstellung nichts mehr im Weg! 

Du möchtest neu gewonnene Patient:innen an dich binden?

Dann lies unseren nächsten Blogartikel zum Thema Terminmanagement >>

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