Januar 12, 2021 Zahnarztpraxis Edelschnute im Interview: Mehr Unabhängigkeit dank Wawibox

Frau Nadine Hardies-Schmidt führt mit viel Fachwissen und Herzblut seit über 10 Jahren eine erfolgreiche Praxis in Bad Schmiedeberg im Landkreis Wittenberg. Ursprünglich lief die Praxis unter dem Namen Zahnarztpraxis Hardies, im September 2020 erfolgte die offizielle Umbenennung in „Zahnarztpraxis Edelschnute“.

Das kontinuierliche Streben nach Weiterentwicklung und Fortschritt bilden den Antrieb für die Praxisinhaberin und das gesamte Team. Die individuelle Weiterbildung und das Stärken von Kompetenzen werden hier auf eindrucksvolle und beinahe selbstverständliche Weise vorgelebt. Gleichzeitig setzt man den Fokus auf ein effektives Ideenmanagement sowie eine anhaltende Modernisierung und erfolgreiche Digitalisierung. Denn in der Zahnarztpraxis Edelschnute wird das alles als Basis für das gemeinsame Ziel verstanden: Eine kompetente und moderne Zahnmedizin, bei der der Patient in angenehmer Atmosphäre eine eingehende persönliche Betreuung und die bestmögliche individuelle Behandlung erhält.

Im Interview mit Wawibox sprechen Frau Hardies-Schmidt und ihre Mitarbeiterin Nathalie Berger unter anderem darüber, welche Herausforderungen große Umbaumaßnahmen mit sich bringen, welche Vorteile die Digitalisierung für Praxis und Patient hat und weshalb es für Zahnarztpraxen so wichtig ist, unabhängig von einzelnen Depots zu bleiben.

Zahnarztpraxis_Edelschnute_NHS_NBNathalie Berger und Nadine Hardies-Schmidt (Quelle: Praxis Edelschnute)

Wawibox: Können Sie sich bitte kurz vorstellen?

Frau Berger: Ich arbeite seit sieben Jahren hier in der Praxis. Mein Wirkungsbereich umfasst hauptsächlich die Behandlungsassistenz. Daneben bin ich die QM-Beauftragte und Sterilgutassistentin der Praxis und auch die Zuständige für die Wawibox-Bestellung.

Frau Hardies-Schmidt: Ich bin die Praxisinhaberin. Ich betreibe die Praxis bereits seit 2009, jetzt also schon im zwölften Jahr. Ich habe die Praxis von einem anderen Kollegen übernommen und ursprünglich ganz klassisch geführt – als alleinige Behandlerin mit zwei Helferinnen und einem Azubi. Im Laufe der Zeit habe ich sie sukzessive ein wenig erweitert. 2017 haben wir dann einen kompletten Umbruch vollzogen mit einem starken Fokus auf zusätzliche Qualifikationen bei den Mitarbeitern und einem umfassenden Praxisumbau. Ich selbst habe mich auf die ästhetische Zahnheilkunde spezialisiert und gehe darin auf. 

Wawibox: Wie viele Mitarbeiter haben Sie aktuell in der Praxis?

Frau Hardies-Schmidt: Ohne mich sind es zwölf feste Mitarbeiter und zwei Mini-Jobber. Ich bin sehr happy mit meinem Team.

Wawibox: Bei der Recherche im Vorfeld zu diesem Interview sind wir auf die Umbenennung Ihrer Praxis gestoßen. Dem Anschein nach gab es einen teaminternen Wettbewerb mit Namensvorschlägen... Können Sie dazu ein wenig mehr erzählen?

Frau Hardies-Schmidt: Es war so, dass ich eigentlich eine Marketing-Firma beauftragt hatte, mir bei der Namensfindung zu helfen. Ich dachte, die legen mir einfach drei Namensvorschläge vor und ich kann mir einen davon aussuchen. Tatsächlich erhielt ich von der Firma aber die Vorgabe, die Namenssuche zur Team-Aufgabe zu machen. Also bat ich meine Mitarbeiter innerhalb von ein bis zwei Wochen Namensvorschläge einzureichen. Das Ganze geschah in anonymisierter Form auf Zetteln, die in eine Kiste geworfen wurden. 

Alle im Team haben mitgemacht und es waren wirklich tolle Vorschläge dabei. Bei einer Autofahrt bin ich dann mit meinem Ehemann die Zettel durchgegangen. Wir haben zwar gemeinsam noch eine Top-Drei erstellt, aber eigentlich war die Wahl sofort klar, als wir „Edelschnute“ gelesen haben!

Frau Berger: Es war auch von unserer Seite aus ziemlich spannend, da es ja nicht alltäglich ist, dass eine Praxis einen neuen Namen bekommt. Außerdem wussten wir überhaupt nicht, wie die Entscheidung ausfallen würde. Der neue Name wurde uns dann am Wochenende per WhatsApp-Video mitgeteilt (lacht). Ich finde es super, dass das Team bei der Suche nach einem neuen Namen miteinbezogen wurde.

Zahnarztpraxis_Edelschnute_PraxisschildPraxisschild mit dem neuem Markenzeichen (Quelle: Praxis Edelschnute)

Wawibox: Und die Umbenennung stellte den Abschlusspunkt des Umbaus und der Modernisierung der Praxis dar?

Frau Hardies-Schmidt: Genau, wobei es nicht von Anfang an so geplant war. Zu Beginn dachte ich noch, es wird einfach eine kleine Praxiserweiterung mit einem Fokus auf den Ausbau der Prophylaxe. Doch es war nicht nur der räumliche Umschwung, der größer ausfiel als gedacht. Denn zeitgleich erfolgte auch eine Modernisierung auf fachlicher Ebene, in dem Sinne, dass ein Großteil der Belegschaft durch Weiterbildungen in der Qualifikation aufstieg. Mit einem Mal hatte ich so viele Kompetenzen bei mir im Haus. Das dann noch unter dem Namen Zahnarztpraxis Hardies zu führen – das passte irgendwie einfach nicht mehr.

Natürlich war das Ganze zudem gepaart mit der Idee, überregional auf uns aufmerksam zu machen. Die Entscheidung für eine Umbenennung in einen Namen mit überregionaler Wirkung war also schnell gefällt. Bei meinen Überlegungen zu dem Ganzen, habe ich versucht mich in die Patientenperspektive zu versetzen: Wenn ein Neupatient in die Zahnarztpraxis Hardies kommt – eine Praxis mit drei Zahnärzten – dann fällt es ihm vielleicht schwer zu akzeptieren, wenn er zu einem der nicht namensgebenden Behandlern kommt. Mit unserer Namenswahl vermeiden wir also eine mögliche Enttäuschung neuer Patienten und sorgen dafür, dass sie sich von Anfang an besser mit der ganzen Praxis als solche und dem gesamten Team identifizieren können. Dasselbe gilt in gewissem Maße auch für die Mitarbeiter. Die Bindung zur Praxis ist vielleicht eine andere als zu einer mit einem Familiennamen.

Wawibox: Eine sehr wertvolle Idee ist, dass Sie unter Praxismodernisierung nicht nur die Anschaffung neuer Geräte oder Renovierungsarbeiten verstehen, sondern den Prozess eng an die angesprochene Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter knüpfen. Wieso finden Sie das Vorgehen so wichtig für die geschäftliche Entwicklung einer Praxis?

Frau Hardies-Schmidt: Der grobe Plan dazu ist mir bei einer Zugfahrt gekommen. Dabei hatte ich auch schon einen roten Faden vor Augen. Der Gedanke, die Praxis baulich verändern zu wollen, war schon da, auch wenn die Details anfangs noch unklar waren. Mir war aber gleich bewusst, dass ich für meinen Plan bestimmte Qualifikationen benötigen würde, z. B. eine Dentalhygienikerin. Also habe ich unsere ZMP gefragt, ob sie an einer einjährigen Ausbildung an der Charité in Berlin Interesse hätte. Sie ist mir vor Freude um den Hals gefallen. Und so ging das weiter, jeder hat seine Sparte gefunden. Frau Dr. Peters etwa, die in der Praxis angestellt ist, hat sich auf Implantologie spezialisiert.

Natürlich muss die Praxis auch dann funktionieren, wenn einzelne Mitarbeiter mal nicht da sind. Daher muss jeder mit den notwendigen Grundlagen vertraut sein. Bei der Bildung und Förderung von Kernkompetenzen war mein Gedanke aber folgender: Wenn es Kernkompetenzen und eigene Verantwortungsbereiche gibt, führt das zu einer Stärkung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Außerdem ist es ein fortwährender Prozess; jeder ist weiterhin dabei, sich in seinem Aufgabenbereich weiterzuentwickeln, so z. B. Florian als Zahnmedizinischer Verwaltungsassistent oder Nathalie als Sterilgutassistentin und Qualitätsmanagement-Beauftragte. Jeder im Team ist in den letzten drei Jahren durch ganz Deutschland gereist, um sich fortzubilden und besondere Qualifikationen zu erwerben. Nathalie kann dazu aber auch noch mehr sagen.

Frau Berger: Wie gesagt hat jeder im Team seine Steckenpferde. Bei dem einen oder anderen war es sogar so, dass er ganz neue Wege für sich entdeckt hat. Eine Kollegin z. B. wurde ursprünglich in der Rezeption und Verwaltung eingesetzt. Als sie jedoch festgestellt hat, dass Prophylaxe ihr viel Spaß machen würde, konnte sie durch Schulungen und Weiterbildungen in dem Bereich tätig werden. Bei uns stehen den Mitarbeitern also die Türen offen, sich in die verschiedensten Richtungen zu entwickeln. Dafür sind wir sehr dankbar. Denn es gibt leider auch Praxen, bei denen gar nicht erwünscht ist, dass Mitarbeiter sich klassifizieren oder fortbilden.

Zahnarztpraxis_Edelschnute_TeamDas Praxisteam (Quelle: Praxis Edelschnute)

Wawibox: Das ist eine tolle Entwicklung. Im Rückblick klingt alles aber natürlich einfacher als es vermutlich gewesen ist. Umfassende Umbauten und zahlreiche Weiterbildungen sind doch sicherlich auch mit Herausforderungen verbunden. Gab es in diesem Zeitraum irgendwelche größeren Hindernisse, die Sie überwinden mussten?

Frau Hardies-Schmidt: Es war natürlich nicht ganz unproblematisch, dass die Altbausanierung und der Umbau während des laufenden Praxisbetriebs stattfand. Wir sprechen hier von einem Projekt, das insgesamt anderthalb, zwei Jahre in Anspruch genommen hat. Ein Hindernis während dieser Zeit waren sicherlich der bei Abrissarbeiten und ähnlichem entstehende Staub und Lärm. Insbesondere der Lärm war nicht ohne – da haben wir auch schon mal mit den Patienten gewitzelt, dass sie Glück haben im Behandlungszimmer zu sein und nicht nebenan, wo es lauter zuging. Ich war mir auch der Belastung für das Team bewusst und habe die einzelnen Umbauphasen transparent kommuniziert, um alle zu motivieren und zu verdeutlichen, dass dies kein Dauerzustand bleibt und die Arbeiten irgendwann abgeschlossen sein würden.

Übrigens hatte man mir in der Planungsphase im Vorfeld der Sanierung suggeriert, dass ich für die Arbeiten mindestens drei bis vier Wochen schließen müsste. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wäre das als Zahnarzt eine sehr lange Zeit gewesen. Tatsächlich mussten wir aber nur drei Tage schließen, als der Fußboden gelegt wurde. Rückblickend bin ich also schon erstaunt, dass alles doch recht reibungslos gelaufen ist, und stolz darauf, wie hervorragend das Team mitgezogen hat.

Frau Berger: Ich kann das nur so unterschreiben. Zwar hat man manchmal schon gedacht: „Oh Gott!“ Aber dann haben die Dinge doch irgendwie funktioniert. Außerdem war es für die Patienten spannend. Sie konnten miterleben, wie sich hier nach und nach alles verändert hat, und waren erstaunt, als plötzlich der Wartebereich abgebaut wurde und sie woanders Platz nehmen durften.

Insgesamt war es auf jeden Fall eine Herausforderung für alle Beteiligten. Wir mussten immer alles so organisieren, dass weitergearbeitet werden konnte, wenn die Arbeiter gekommen sind. Im Laufe der Umbauten sind wir von A nach B und von B nach C gezogen, weshalb wir auch die Patienten entsprechend umleiten mussten. Außerdem war es für uns immens wichtig, Staub und Schmutz soweit wie nur möglich von den Patienten fernzuhalten. Ich glaube, das ganze Team war froh, als die Umbauten endlich abgeschlossen waren. Denn, dass alles so gut gelaufen ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Das wird mir immer bewusst, wenn ich zurückdenke oder Fotos aus der Zeit der Sanierung sehe.

Wawibox: Haben Sie für die Zukunft weitere Umbau- oder Erweiterungspläne oder sind Sie fürs Erste mit der Praxis in ihrer jetzigen Form zufrieden?

Frau Hardies-Schmidt: Bei mir schlagen da zwei Herzen in der Brust – oder besser gesagt; ich habe da zwei gegensätzliche Gedankenströme im Kopf. Der eine sagt mir immer, ich soll so viel wie möglich in mein Leben packen und so viele Ideen wie möglich umsetzen. Das spiegelt sich auch darin wider, dass bei uns in der Praxis Ideenmanagement generell großgeschrieben wird. Tatsächlich bestünde in unserem Haus sogar die Möglichkeit, noch weiter zu expandieren. Aber der andere Gedankengang sagt mir: „Jetzt ist erst einmal Zeit für eine Ruhephase, in der wir das Erreichte genießen können und das Bestehende hegen und pflegen sollten.“ Schließlich weiß man ja auch, dass wenn Wachstum zu schnell gehen sollte, es auch mal nach hinten losgehen kann. Außerdem haben wir alle ja auch noch ein Privatleben, das auch nicht zu kurz kommen darf. Da muss man die richtige Balance finden.

Sie fragten ja auch gerade nach Herausforderungen für das Team in Hinblick auf das Thema Fortbildungen. Da muss man natürlich den Mehraufwand berücksichtigen. Streckenweise war es wirklich so, dass mehrere Mitarbeiter nur drei oder vier Tage die Woche in der Praxis waren, weil sie an den restlichen Tagen zur Fortbildung mussten. Zum Teil hatten sie auch Sechs-Tage-Wochen. Sie kamen dann unter der Woche zur Arbeit und mussten samstags nach Berlin fahren, wo die Kurse dann bis abends um 20 Uhr gingen. Nach nur einem Tag Ruhe ging das dann wieder vorne los – und zwar nicht nur für einige wenige Wochen, sondern auch für längere Zeit. Bei meiner Dentalhygienikerin Manuela z. B. ging das ein knappes Jahr so. Da ziehe ich den Hut vor meinen Mitarbeitern.

Gleichzeitig war es für sie sicherlich schön, aus der gewohnten Routine herauszukommen und bei den Fortbildungen auch mal andere Praxisstrukturen kennenzulernen. Davon haben wir in der Praxis alle profitiert, weil wir uns natürlich ein paar Dinge abschauen konnten. Andererseits haben wir dadurch aber auch gesehen, dass wir viele Dinge gar nicht schlecht machen und uns generell auf einem sehr guten Weg befinden, was auch eine hilfreiche Erkenntnis ist.

Insgesamt betrachtet war es einfach wichtig, jeden gerecht zu behandeln und für jeden einzelnen möglichst sinnvolle Lösungen zu finden, was Themen wie zeitliche Freistellungen oder aber auch finanzielle Aspekte angeht. Ich denke, wir haben da gut zusammengefunden. 

Zahnarztpraxis_Edelschnute_EinblickeEinblicke in die moderne Praxis (Quelle: Praxis Edelschnute)

Wawibox: Sie haben angedeutet, dass für ein gesundes Wachstum das richtige Maß an Neuerungen ausschlaggebend ist. Haben Sie im Zuge der Modernisierung Ihrer Praxis auch vermehrt auf die Digitalisierung von Prozessen gesetzt oder Veränderungen in der Software-Landschaft vorgenommen? 

Frau Hardies-Schmidt: Wir sind bereits seit 2010 karteikartenlos aufgestellt. Im Zuge der Praxisneugestaltung sind wir aber tatsächlich auf eine neue Praxissoftware umgestiegen, nämlich auf das webbasierte System teemer. Wir wollten noch unabhängiger werden und die Serverlast reduzieren. Es hat sich bisher bewahrheitet; die webbasierte Software entlastet tatsächlich unseren Praxisserver.

Wir nutzen natürlich auch das Warenwirtschaftsprogramm Wawibox Pro. Mein persönlicher Wunsch war es schon immer, eine ordentliche Warenwirtschaft zu führen. Deshalb bin ich sehr dankbar dafür, dass es mit der Wawibox eine digitale Lösung gibt, die so toll funktioniert. Als ich anfangs hörte, dass man bei der Wawibox mit dem iPod das Material einscannt, hatte ich leichte Zweifel, da nicht alle unserer Mitarbeiter täglich mit technischen Geräten wie iPhones hantieren. Aber das funktioniert absolut problemlos! Was sagst du dazu, Nathalie?

Frau Berger: Bei uns in der Praxis sind Florian und ich zuständig für die Wawibox. Wir führen die Bestellungen aus und pflegen die Waren ein. Für mich ist es das erste Mal, dass ich mit einem solchen System arbeite. Bisher bin ich sehr mit der Wawibox zufrieden – es ist ein äußerst ausgeklügeltes System. Ich finde auch super, dass der Support mir gleich weiterhilft, falls ich beim Bestellen bestimmte Materialien nicht finde.

Wawibox: Um noch einmal auf das Thema Digitalisierung im Ganzen zurückzukommen; benutzen Sie auch digitale Geräte in der Behandlung?

Frau Hardies-Schmidt: Wir verwenden z. B. iPads bei der Anamnese – das ist gerade neu bei uns dazugekommen. Wir nutzen die Geräte zudem bei Aufklärungsgesprächen und können die Gesprächsprotokolle dann gleich als E-Mail an die Patienten verschicken. Außerdem senden wir seit Kurzem Termine per SMS direkt auf das Handy der Patienten, die diese dann einfach in den Terminkalender einfügen können. Da gibt es schon tolle Sachen, die auch sehr gut bei den Patienten ankommen.

Frau Berger: Wir sind auch beim Thema Röntgen komplett digital aufgestellt.

Frau Hardies-Schmidt: Richtig. Und im Marketing-Bereich nutzen wir jetzt Instagram (lacht). Ich hätte früher nie gedacht, dass man als Zahnarztpraxis derart medial unterwegs sein muss!

Wawibox: Nutzen Sie Instagram als Marketingkanal primär zur Patientengewinnung oder auch zur Werbung für Mitarbeitern?

Frau Hardies-Schmidt: Sowohl als auch. Wir fragen momentan im Anamnesebogen noch nicht danach, wie der Patient auf uns aufmerksam geworden ist, wollen das künftig aber ergänzen. Dennoch haben wir schon mehrfach erlebt, dass wir über Instagram oder Facebook weiterempfohlen worden sind, und dadurch Neupatienten gewonnen haben. Uns ist also bewusst, dass die sozialen Medien in dieser Hinsicht eine große Rolle spielen können. 

Natürlich gilt das ebenso für die Suche neuer Mitarbeiter. Potentielle Bewerber erhalten einen guten Eindruck vom Team und der Praxis, was sich sicherlich positiv auf die Resonanz auswirkt. Ich glaube, jeder würde gerne in einer hippen Praxis arbeiten (lacht)!

Wawibox: Um noch einmal auf das Thema Wawibox zurückzukommen… Wie sind Sie ursprünglich eigentlich auf die Wawibox aufmerksam geworden?

Frau Hardies-Schmidt: Das war nicht über die sozialen Medien, sondern über ein Netzwerk von Kollegen, welches wir uns im Zuge unserer Weiterbildungen aufgebaut haben. Anja, unsere Praxismanagerin, hat eine Fortbildung zur Betriebswirtin der Zahnmedizin in Westerburg gemacht. Dort ist unter anderem der Kontakt zu Cranium Zahnheilkunde aus Bensheim entstanden. Später hat Cranium dann eine Fortbildung mit Praxisführung in Bensheim organisiert und in diesem Rahmen auch über die Wawibox referiert. Da hat es bei uns sofort Klick gemacht! Wir hatten zuvor zwar schon von der Wawibox gehört, aber jetzt dachten wir uns: „Das machen wir auch!“

Wenn wir zu diesem Zeitpunkt bereits aktiver auf Instagram gewesen wären, glaube ich aber auch, dass wir über kurz oder lang sowieso die Wawibox für uns entdeckt hätten.

Wawibox: Das klingt einleuchtend. Auch wir finden es wichtig, die Erfahrungen von Praxen, die unser System operativ nutzen, offen zu teilen, um anderen im Vorfeld einen besseren Einblick in seine Funktionsweise zu gewähren. Deshalb lauten unsere Fragen an Sie: Welche Funktionen der Wawibox erachten Sie als besonders nützlich? Und gibt es zusätzliche Funktionen, die sie sich wünschen würden?

Frau Berger: Wie gesagt, ich finde das System äußerst sinnvoll. Wir nutzen es seit Januar (2020 – Anm. d. R.) und inzwischen funktionieren die Abläufe insgesamt sehr gut. Ich kann nicht sagen, ob ich etwas verändern würde. Allerdings gibt es eine Kleinigkeit, die zwar relativ selten vorkommt, aber dennoch gelegentlich passiert. Und zwar vergessen Mitarbeiter manchmal, verwendetes Material auszuscannen. Das ist zwar kein Fehler des Systems selbst, muss aber berücksichtigt werden, da dadurch die erfassten Materialbestände verfälscht werden können. Da ist es wichtig, die Abläufe intern so zu strukturieren, dass immer ganz klar ist, ob Material nun bereits abgescannt wurde oder nicht.

Dennoch ist es kein Vergleich dazu, wie wir den Materialeinkauf davor bewerkstelligt haben – nämlich über ein Depot. Das lief ganz klassisch über ein Bestellbuch, in welches handschriftlich eingetragen wurde, welche Materialien fehlen und bestellt werden müssen. Das war viel umständlicher als jetzt mit der Wawibox, wo wir alle Materialien auf einen Blick vor uns haben und sofort sehen, was fehlt.

Wawibox: Wenn das Einpflegen oder Entnehmen der Materialien im Alltag nicht ideal funktioniert, empfiehlt es sich vielleicht, mit dem Live-Chat Kontakt aufzunehmen und einen Beratungstermin auszumachen. Die Kollegen vom Customer-Happiness-Team haben viele praktische Tipps zur Hand – auch zum Ausscannen des Materials. Wir wissen z. B. von manchen Praxen, dass dort das Ausscannen zentral organisiert ist; das heißt, dass es nur von den Zuständigen für die Wawibox-Bestellung vorgenommen wird. Dazu werden im Alltag einfach die leeren Verpackungen in einer Box oder ähnlichem gesammelt… 

Frau Berger: Derartige Überlegungen hatten wir tatsächlich auch schon. Wir sind aber noch am Ausloten, was für uns langfristig am besten funktioniert. Den Chat finde ich übrigens super! 

Wawibox: Können Sie einschätzen, wie sich die Wawibox in Ihrer Praxis auf den zeitlichen Aufwand für die Materialbestellung auswirkt? Haben Sie gemerkt, ob Sie dadurch Zeit sparen?

Frau Berger: In der Regel benötige ich ca. eine halbe Stunde pro Woche dafür. Ob es schneller vonstatten geht als früher, kann ich nicht genau sagen, weil damals mein Kollege Florian dafür zuständig war. Allerdings kann ich noch etwas zum Ablauf erzählen. Bei uns ist Dienstag der Bestelltag. Ich kann auf jeden Rechner in den Behandlungszimmern und der Prophylaxe zugreifen und sehe dann, ob die Kollegen in ihren zu diesem Zweck angelegten Wawibox-Ordnern Sonderwünsche eingetragen haben, die mitbestellt werden sollen. Ich bestelle dann alles mit, was bis Dienstag um 11 Uhr dort eingetragen wird. 

Frau Hardies-Schmidt: Es geht aber auch gar nicht nur um den zeitlichen Vorteil. Denn ich habe insbesondere im letzten halben Jahr in der durch Corona bedingten Krise mitbekommen, wie wichtig es ist, unabhängig aufgestellt zu sein. Ich höre nämlich immer wieder von Kollegen, die noch nicht mit der Wawibox arbeiten, von Lieferengpässen – und das nicht nur bei Handschuhen, sondern auch bei anderen bestimmten Materialien. Da kann ich immer nur erwidern, dass ich davon nichts mitbekommen habe. Denn durch die Wawibox sind wir einfach unabhängiger. Wenn ein Depot nicht liefern kann, dann vielleicht ein anderes; oder wir greifen einfach auf ein ähnliches Material zurück. Das war gerade in der letzten Zeit ein extremer Vorteil für uns.


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Frau Berger: Das kann ich nur bestätigen. Es ist wirklich so, dass ich mit der Wawibox einfach schnell weitersuchen kann, falls ich einen Artikel bei einem Lieferanten nicht bekomme, und er dann eben von jemand anderem geliefert wird. Dadurch waren wir überhaupt nicht von Engpässen betroffen.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei Frau Hardies-Schmidt und Frau Berger für das Interview und die informativen und spannenden Einblicke in ihren Praxisalltag bedanken.

Informationen zum Praxisteam sowie zu den Sprechzeiten und der Anreise lassen sich der Homepage und den Social Media Accounts der Praxis entnehmen.
Instagram: @praxisedelschnute
Facebook: @Zahnarztpraxis Edelschnute
Passend zur Modernisierung und Umbenennung entsteht die neue Internetseite:https://praxis-edelschnute.de/

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