Reibungsloser Einstieg nach der Elternzeit
Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit ist immer ein besonderer Moment – spannend, manchmal auch herausfordernd und auf jeden Fall ein großer Schritt zurück in den Berufsalltag. Umso schöner ist es, wenn dieser Neustart so gut gelingt wie bei unserer Kollegin Svenja, die mit viel Energie und frischen Ideen wieder bei uns angekommen ist.
Wir wollten natürlich genauer wissen, wie sich dieser Neustart für sie angefühlt hat: Was hat sich verändert? Welche Herausforderungen gab es – und was hat vielleicht sogar überrascht? Außerdem interessiert uns, wie sie den Spagat zwischen Job und Familienalltag erlebt und welche Tipps sie anderen Unternehmen mitgeben würde, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen und ihren Mitwirkenden den Einstieg erleichtern könnten.
Deshalb freuen wir uns, heute mit Euch ein bisschen hinter die Kulissen zu schauen und aus erster Hand zu hören, wie ihr Wiedereinstieg verlaufen ist, was ihr besonders geholfen hat und welche Erfahrungen sie auf diesem Weg gemacht hat.
In welchem Bereich arbeitest du und seit wann?
Svenja: Ich bin seit Februar 2021 als Content Managerin im Marketing-Team an Bord. D. h., ich kümmere mich um unseren Newsletter, Blogbeiträge, PR-Meldungen, Werbebriefe, Downloads und seit 2025 auch um unseren YouTube-Kanal.
Wie viele Stunden arbeitest du in der Woche?
Svenja: Bis zur Elternzeit habe ich Vollzeit gearbeitet, bin dann mit 16 Stunden wieder eingestiegen und bin aktuell bei 24 Stunden in der Woche. Es gab aber seitens meiner Teamleitung überhaupt keinen Druck, aufstocken zu müssen. Es hieß lediglich: „Tu das, was Dir und Euch guttut – das Budget ist da, wenn Du aufstocken möchtest, aber es ist kein Muss.“ Sowas ist natürlich super zu hören und nimmt viel Druck raus.
Du bist seit etwa anderthalb Jahren aus der Elternzeit zurück, wie lässt sich die Arbeit mit dem Mama-sein bisher vereinbaren?
Svenja: Im Großen und Ganzen recht gut. Ich profitiere aber auch sehr vom Home Office und von unseren flexiblen Arbeitszeiten. Dadurch muss ich eben nicht immer strikt auf 5 Stunden kommen, sondern kann problemlos vor- und nacharbeiten. Unsere Team-Meetings wurden auch so gelegt, dass sie in den Zeitraum fallen, in dem ich auf jeden Fall verfügbar sein kann.
Und ich bin auch sehr froh, dass niemand etwas sagt, wenn ich mal erst um 9:30 ins Büro komme, weil meine kleine Eule wieder nicht aus den Federn gekommen ist. 😊
Das ist auch in anderen Teams kein Problem und ich finde, es hat etwas total Entspannendes, wenn Kolleg:innen auch mal erst gegen 10 oder 11 gemütlich mit einem Kaffee ins Büro schlappen.
Welche Herausforderungen bringt der Working Mum Alltag für dich mit sich?
Svenja: Manche Tage sind wirklich stressig, kann ich nicht leugnen 😄
Die Tage, an denen ich mein Kind sowohl zur Betreuung hinbringen als auch abholen muss, sind logistisch schon herausfordernd. Morgens muss es einerseits schnell gehen, andererseits braucht mein Kind feste Abläufe und viel Zeit mit mir, um sich gut trennen zu können. Wutanfälle sind natürlich auch ein Thema. Dann müssen wir zur Tagesmutter düsen, dann düse ich weiter ins Büro oder zurück ins Home Office, arbeite so lange es geht und düse dann schnell wieder zur Tagesmutter. Ich merke schon, dass ich an diesen Tagen ziemlich unter Strom stehe und eigentlich keine Pause habe. Und ganz ehrlich? Manchmal bin ich schon fertig mit der Welt, bis ich überhaupt am Schreibtisch sitze. Früher war mir echt nicht klar, wie viel Eltern allein schon morgens leisten.
Und dann nervt es mich manchmal auch, nicht wie früher eine Aufgabe noch fertigmachen zu können, sondern mittags definitiv los zu müssen.
Gleichzeitig bin ich aber auch wirklich froh, wieder arbeiten zu können. Finanzielle Sicherheit und im besten Fall Unabhängigkeit sind ja gerade für Frauen ein großes Thema, und mein Job bereitet mir auch einfach sehr viel Spaß.
Wie lief dein erster Tag nach deiner Rückkehr ab? Wie wurdest du empfangen?
Svenja: Sehr schön! Auf meinem Tisch haben Blumen gewartet und alle haben sich sehr gefreut, dass ich wieder da bin. Es war ein bisschen wie nach (sehr sehr langen) Sommerferien zurück in die Klasse zu kommen. 😊
Und es war natürlich auch spannend, was sich so alles verändert hat, sowohl an unseren Produkten als auch im Team und unserer Arbeitsweise generell. Ich habe ja in meiner Abwesenheit das ganze aufsteigende Thema KI verpasst, das unseren Alltag im Marketing natürlich auch beeinflusst.
Es hat sich also einerseits so angefühlt, als würde ich einen neuen Job antreten, mit Aufregung und allem, was so dazugehört, und andererseits war alles noch total vertraut.
Welche Unterstützung hast du für den (Wieder-) Einstieg bekommen?
Svenja: Ein paar Monate vor meinem Wiedereinstieg hatte ich ein Meeting mit meinen Teamleiterinnen im Büro. Dort haben sie mich zu Neuerungen, Strategie etc. abgeholt und Raum für meine Wünsche gelassen. Dadurch, dass meine Elternzeitvertretung Selina glücklicherweise übernommen wurde, mussten wir natürlich auch schauen, wie wir beide uns den Content-Bereich künftig aufteilen wollen.
Das Meeting war sehr hilfreich, um nach der langen Zeit mal wieder erste „Arbeitsluft“ zu schnuppern. Der Einstieg wurde dadurch auch deutlich realer und ich fand es toll, meine Vorstellungen sowohl zu Arbeitsbereichen als auch zur Arbeitsorganisation (also wieviel will ich arbeiten, an welchen Tagen etc.) schon im Vorfeld mitteilen zu können.
Der Einstieg selbst war allerdings leider sehr holprig. Hinterher ist man ja immer klüger, aber ich würde definitiv nicht empfehlen, Arbeitsstart und Eingewöhnung des Kindes bei der Tagesmutter parallel zu versuchen. 😄 Ich dachte ganz naiv, es würde wohl „ein paar Wochen etwas ruckelig“ werden. Als Faustregel hört man ja oft, dass die Eingewöhnung ca. 4-6 Wochen dauert. Letztendlich war unsere Eingewöhnung so schwierig, dass sie zwischendurch pausiert wurde und somit fast ein halbes Jahr gedauert hat.
Ich habe in der Zeit noch Resturlaub aufgebraucht und war ansonsten sehr auf die Geduld und das Verständnis meines gesamten Teams angewiesen; auch, weil mein Kind und ich ständig krank wurden. Es stimmt leider, was man sich so über den ersten Kita-Winter erzählt. 😉
Letztendlich fanden wir aber recht schnell die Lösung, dass ich asynchron arbeiten konnte; ich war also vormittags mit der Eingewöhnung beschäftigt und sobald mein Mann nachmittags nach Hause kam, hat er unser Kind übernommen und ich habe gearbeitet. Dadurch konnte ich allerdings auch kaum an Meetings teilnehmen. Als die Eingewöhnung etwas besser lief, durfte ich in einem Raum bei den Tagesmüttern arbeiten und war dadurch wieder vormittags erreichbar, was für alle eine Erleichterung war. Und ab März konnte ich zum Glück endlich "regulär" arbeiten.
Würdest du Wawibox als Familienfreundlichen Arbeitgeber weiterempfehlen - und warum?
Svenja: Definitiv! Ich bin auf so viel Verständnis und Geduld gestoßen, nicht nur bzgl. Arbeit, sondern einfach auch menschlich. Dieses halbe Jahr Eingewöhnung + Wiedereinstieg war eine wirklich harte und emotional sehr herausfordernde Zeit für mich, dazu kamen noch die ständigen Krankheiten und das schlechte Gewissen sowohl meinem Kind als auch Wawibox gegenüber. Ich habe mich mental und physisch richtig ausgelaugt gefühlt. Von meinem Team kam in diesen Monaten aber nichts als Support, für den ich so dankbar bin! Ich habe sehr viele einfühlsame Nachrichten bekommen und habe mich sehr verstanden gefühlt.
Und während beispielsweise eine meiner Freundinnen in einem ähnlichen Umfeld als Neu-Mama quasi hinausgemobbt wurde, haben meine Teamleiterinnen individuelle Lösungen für mich ermöglicht, wie eben das asynchrone Arbeiten, überwiegend Remote-Arbeit und Absprachen, wann und wo immer es eben ging.
Bei Wawibox ist man außerdem nicht automatisch abgeschrieben, wenn man Teilzeit arbeitet. Ich habe 2025 die komplette Verantwortung für unseren YouTube-Kanal übernommen und fühle mich ganz generell nach wie vor wie ein „vollwertiges“ Mitglied unseres Unternehmens. Auch das kenne ich von vielen Freundinnen leider anders; Wawibox sticht da wirklich heraus.
Was ich auch so schön finde, ist, dass die gesamte Familie auch bei den Feiern immer willkommen ist, oder auch einfach mal zwischendurch. Mein Kind kommt ab und zu auch mal nachmittags her, um mit Charly und den Bürohunden zu spielen. 😊
Was schätzt du sonst noch an der Arbeit bei Wawibox?
Svenja: Puh, vieles! 😄 Spontan fallen mir da ein:
- Die Möglichkeit, auch mit extra Lerngeld, sich weiterzuentwickeln
- Die Flexibilität bzgl. Arbeitsort, -zeit und -gestaltung
- Die Mischung aus strategischer und kreativer Arbeit
- Das große Vertrauen von Vorgesetzten
- Das hohe Maß an Eigenverantwortung
- Der gegenseitige Support & Menschenfokus des gesamten Teams
- Und tatsächlich auch unser schönes Büro, in dem ich mich einfach räumlich sehr sehr wohlfühle!
Was sollte ein Arbeitgeber allgemein für dich mitbringen, um Eltern den Arbeitsalltag zu erleichtern?
Svenja: Im Endeffekt vor allem Menschenfokus. Arbeitgeber sollten zuhören, Verständnis für Engpässe zeigen und ihre Mitarbeitenden im Blick haben: Wie geht es ihnen? Wie ist die Belastung, sowohl persönlich als auch vom Work Load her?
Aber natürlich gibt es auch ganz handfeste Hebel:
- Welche (kurzfristigen) Entlastungen können geschaffen werden (z. B. wenn möglich Veränderung der (Kern-)Arbeitszeit, mehr Home Office, klare Aufgabenpriorisierungen, Meetings reduzieren und nicht in die Randzeiten legen…)?
- Faire Bezahlung
- Weitere finanzielle Unterstützung, z.B. Kitakostenübernahme
- Gezielte Förderung von Teilzeitkräften, damit sie beruflich nicht auf dem Abstellgleis landen
→ Stundenaufstockung ermöglichen, in Weiterbildung investieren, Verantwortung übertragen
- Auch Männer ermutigen, Elternzeit zu nehmen
- Und natürlich: Kein schlechtes Gewissen einreden, wenn sich Eltern "schon wieder" krank oder Kind-Krank melden.
Mir ist auch ein Satz meiner Teamleiterin Isabelle im Kopf geblieben: „Manchmal geht es einem einfach nicht gut oder man kann aus diversen Gründen nicht so viel leisten wie sonst – dann sind das, was man in dieser Phase leisten kann, eben die persönlich aktuell möglichen 100 %, auch wenn es vielleicht nicht die ‘normalen’ 100 % sind.“
Möchtest du sonst noch was loswerden?
Svenja: Eine schöne Sache noch, die gerade kürzlich passiert ist: Ich habe anlässlich meines fünfjährigen Firmenjubiläums zwei große Gutscheine bekommen. Einen „Wintergutschein“ für ein Kindercafé mit Spielraum, in dem wir sehr gerne sind, und einen „Sommergutschein“ für die Heidelberger Schwimmbäder. Selbst da haben sich Angelo und das Supporting People Team also Gedanken gemacht, was gut zu meiner aktuellen Lebenssituation passt. Fand ich total aufmerksam und schön. 🫶🏻
Vielen Dank für diesen spannenden Einblick in deinen Alltag und deiner erfolgreichen Rückkehr in das Arbeitsleben bei Wawibox, liebe Svenja. 😊
Bist Du Mama und gerade auf Jobsuche? Dann schau Dir unsere offenen Stellen an! Wir freuen uns auf Deine Bewerbung. 😄
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Möchtest Du noch mehr über uns erfahren, dann schaue gerne auf unserer Karriereseite vorbei. Wir freuen uns in jedem Fall von Dir zu hören.

